EngelChronik 2022 - Korsika

Abreise

25.06.2022

Da unsere Fähre erst um 14:00h gehen sollte und wir 'nur' 2 Stunden vorher in Bastia sein sollten, ließen wir den Morgen gemütlich angehen. Das führte natürlich dann am Ende doch dazu, dass wir irgendwie knapp dran waren und lossausen mussten. Beim Bezahlen hätte ich deswegen beinahe meinen Ausweis liegen lassen. Puh!

AbreisebereichAbreisebereich

Google hatte knapp 2 Stunden für die Fahrt nach Bastia angezeigt und wir brauchten auch genauso lang, denn am Samstag ist an der Nordküste rund um Calvi und Ile Rousse echt viel los. Bastia war dagegen fast ruhig. Wir kamen problemlos und pünktlich 2 Stunden vor der Abfahrt am Fährhafen an.

Bastia vorausBastia voraus

Dort teilte man uns mit, dass unsere Fähre, die nach Livorno gehen sollte, wegen technischer Probleme ausfallen würde und dass man uns auf die Fähre nach Genua umgebucht hätte. Naja, Piombino wäre blöder gewesen. So waren es 9 statt 4 1/2 Stunden Fahrt auf der Fähre und dafür knapp 2 Stunden weniger Fahrt mit dem Auto.

Wir verlassen KorsikaWir verlassen Korsika

Die Fähre war sehr voll (kein Wunder, waren ja zwei-auf-einer) und es gab kaum Liegestühle an den Decks. Wir merkten das glücklicherweise früh genug, um noch unsere eigenen Stühle aus dem Kangoo zu holen (mein notdürftig reparierter Stuhl machte das netterweise noch problemlos mit) und hatten deswegen immer einen Sitz dabei. Dass unser Sitzplatz in der Mitte der Fähre direkt am Hunde-Klo war, merkten wir erst nach einer Weile. Wer rechnet aber auch mit sowas? Die Hunde fanden das übrigens fast alle auch nicht schön. Wir zogen um ans Heck der Fähre.

FährenlebenFährenleben

Neuer SchattenplatzNeuer Schattenplatz
9 Stunden Fähre sind schon echt lang, vor allem wenn man nicht wirklich drauf vorbereitet ist (nix zu lesen, keine Brotzeit). Die Fähre war auch nicht wirklich auf die vielen Menschen vorbereitet. Am Ende gingen Sandwiches und Eis aus, Kaffee und Wasser (und vielleicht auch das Essen im Bordrestaurant) schien aber zu reichen. Als die Sonne unterging, erreichten wir Genua. Endlich!

SonnenuntergangSonnenuntergang

GenuaGenua

Natürlich waren wir wieder unter den letzten, die von Bord durften (der Nachteil des 'kleinen' Autos) und hatten wieder Freude damit, im stickigen, stinkigen Bauch der Fähre warten zu müssen. Dass sich ganz vorn ein Fahrer erst nach mehrfachem Aufruf zu seinem Auto bequemte und sich die eine Rampe anscheinend nicht absenken ließ, machte das Ausladen nicht schneller. Aber irgendwann waren wir dann doch draußen und konnte die frische Genua-Hafenluft atmen. Wurde echt Zeit!

Wir kamen problemlos auf die Autobahn (ist gut ausgeschildert) und sausen gen Schweiz (mit der üblichen Anzahl verwirrender italienischer Baustellen). Da wir ja über den Brenner gekommen waren, hatten wir keine Schweizer Vignette. Wir wollten in Chiasso an der Grenze oder wenn nicht da, an der erstbesten Tankstelle dahinter, eine Vignette kaufen. An der Grenze sahen wir aber keinen Vignetten-Shop, deswegen fuhren wir weiter und mussten dann feststellen, dann man in der Schweiz Vignetten ausschließlich an der Grenze kaufen kann.

Der beste Allgäuer wäre dann ganz einfach weiter gefahren und hätte die Vignette Vignette sein lassen, aber das geht ja gar nicht. Wir fuhren also bis zur nächsten Ausfahrt und zurück zur Grenze, um da eine Vignette zu kaufen. Und dann wurde es kompliziert, denn an der nächsten Ausfahrt, an der wir dann wieder umdrehen wollten, leitete uns das Navi lauter winzig kleine Straßen entlang bis zu einer geschlossenen Grenze (Hallo?!? Es gibt geschlossene Grenzen in Europa? Naja, Schweiz halt.) und dann zu einer anderen geschlossenen Grenze.

Schließlich fanden wir zurück zur Autobahn, allerdings Richtung Mailand. Wir fuhren also noch mal ein Stück Richtung Mailand, drehten an der nächsten Ausfahrt um (immerhin ohne wieder was bezahlen zu müssen) und überquerten die Grenze ein drittes Mal. Puh! Neben haufenweise Generve kostete uns das eine gute halbe Stunde.

Der Rest der Heimfahrt durch die Schweiz war ereignislos und dank des Tempomats des Kangoo auch maximal schnell und trotzdem legal. In der Schweiz sollte man ja besser mal nicht zu schnell fahren. Als wir uns Kempten näherten, wurde es gerade langsam hell.

Daheim stellten wir den Kangoo ab, nahmen nur das Verderbliche aus dem Auto (der gute - also: wenn man sowas mag - korsische Käse!) und fielen dann ins Bett. Daheim!

Schöner Urlaub, wirklich. Sollte unbedingt wiederholt werden :-)

Bilder:
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