EngelChronik 2019 - Türkei

Besichtigung alter Steine (Phellos)

14.10.2019

Um 8 Uhr sollte unser Mietwagen gebracht werden. Ich hatte extra einen Wagen direkt in Kaş gemietet, um schön bequem vom Flughafen zum Hotel und zurück zu kommen.

Wir waren schon recht früh unten, um auf das Auto zu warten, nahmen aber an, dass wir wohl etwas herum stehen würden. Aber nein, überpünktlich um kurz vor 8 kam ein weißer Citroën angefahren und ein Herr stieg aus und übergab das Auto. Das ging erstaunlich schnell, viel mehr als meine Kreditkarte und ob wir eine Zusatzversicherung für die Reifen haben wollte (Ja.), wollte er nicht von uns. Er zeigte uns noch diverse Dellen am Auto, dann ging er zu Fuß von dannen. Das ging schnell und unkompliziert!

Wir gingen erst mal gemütlich frühstücken und fuhren dann, nachdem wir das Auto mit unserem Navi ausgestattet hatten, nach Çukurbağ. Das Navi hat 'eigentlich' nur eine Europa-Karte, aber die Türkei ist trotzdem drauf :-)

Dabei zeigte sich, dass das Navi und meine Papierkarte (Never leave home without it!) verschiedenste Orte in unterschiedlicher Schreibweise führten (Google auf dem Netbook und die OSM hatten nochmal unterschiedliche Schreibweisen), so dass die Eingabe des Ziels mitunter etwas schwierig war. Oft musste ich auf dem kleinen Navi-Bildschirm anhand der Karte selbst das Ziel suchen.

Nach Çukurbağ zu finden war aber einfach. Nachdem wir den Startpunkt der Wanderung mit dem GPS (also dem Wander-Handgerät) gefunden hatten, parkten wir den Wagen und stiegen aus. Das war ein kleiner Schock, denn im klimatisierten Auto war es recht angenehm gewesen, draußen in der Sonne hatte es schon wieder 30 Grad.

Start in Çukurbağ
Start in Çukurbağ

Der Weg führte zunächst an einem Haus vorbei und dann steil auf einer Straße bis zu einer Moschee hinauf. Da war ein schöner Brunnen und die gelben Wanderschilder des Lykischen Weges, die nach 'Phellos' wiesen. Der Weg fing relativ breit an und wurde dann schmaler. Damit rückte auch die wehrhafte Macchia wieder nahe an unsere Waden heran und zerkratzte sie immer wieder. Angesichts der Temperaturen hatten wir natürlich keine lange Hose im Rucksack.

Anstieg auf einer steilen Straße
Anstieg auf einer steilen Straße
An der Moschee mit Brunnen
An der Moschee mit Brunnen
Auf dem Weg nach Phellos
Auf dem Weg nach Phellos

Der Weg nach Phellos ist nicht wirklich lang, aber als wir den Aufstieg hinter uns hatten, zog sich die Strecke zu den alten Steinen gefühlt noch ganz schön lang hin. Das lag wahrscheinlich daran, dass es sehr heiß war und dass wir nicht genug zu trinken dabei hatten (wir hatten die Tour und die Hitze unterschätzt) und deswegen nur sparsam trinken konnten.

Die Macchia ist heiss und kratzig
Die Macchia ist heiss und kratzig
Ein Hardun (Schleuderschwanzagame)
Ein Hardun (Schleuderschwanzagame)

Nachdem wir das Eingangsschild der archäologischen Organisation, die die Stätte betreut, passiert hatten, ging es noch ein Stück durch Macchia und an einem auffallenden Sarkophag vorbei (in der Nähe fotografierte der Ralle eine auffallende Echse, einen Hardun), dann waren wir im Zentrum von Phellos (nicht wirklich, aber immerhin dort, wo die ganzen Gräber waren). Die alten Steine da waren schon recht beeindruckend. Um die 3000 Jahre alt und sorgfältig behauen, um Häuser darzustellen.

Der
Der 'Eingang' zu Phellos
Der große Sarkophag von Phellos
Der große Sarkophag von Phellos

Der Ralle sauste gleich um die Häuser/Gräber herum und fotografierte sie, ich setzte mich erst mal hin, um mein Knie auszuruhen. Dabei stellte ich fest, dass die großen Steine noch immer kühl von der Nacht waren. Ich legte mich längs auf einen der Steine und kühlte erst mal ab :-)

Abkühlung
Abkühlung

Dann lief auch ich zwischen den Gräbern herum und schaute mir alles an. Beeindruckend. Was der Führer als den größten Schatz des alten Phellos bezeichnete - ein Stierrelief ohne Kopf - fand ich aber weniger beeindruckend als die sorgfältig behauenen Häuser.

Überblick über den hinteren Teil von Phellos
Überblick über den hinteren Teil von Phellos
Das Stier-ohne-Kopf-Relief
Das Stier-ohne-Kopf-Relief
Ein Efeublättriges Alpenveilchen
Ein Efeublättriges Alpenveilchen

Gerade als wir gehen wollten kamen von der anderen Seite 2 Amerikanerinnen mit einem großen Hund, die den großen Rucksäcken nach auf dem Lykischen Weg unterwegs waren, der hier vorbei führt. Der Hund, erklärten sie direkt, gehöre nicht ihnen, er sei ihnen vom letzten Dorf aus gefolgt. Oh weh, Hunde, die einen direkt adoptieren kennen wir auch. Loswerden ist dann schwierig.

EIne umgefallene Säule mit Schriftzeichen in Phellos
EIne umgefallene Säule mit Schriftzeichen in Phellos

Auf dem Rückweg, wo wir die beiden Amerikanerinnen bei einer Pause überholten, beschloss die Hundedame dann auch gleich, nun uns zu folgen. Oh weh! Bei unserer Pause, bei der beiden Ladies dann uns überholten, lief sie dann aber wieder bei den beiden mit. Wir waren erleichtert :-)

Den Rückweg auf der steilen Straße fand ich sehr anstrengend. Das Bein hatte nicht genug Kraft, um die Steilheit vernünftig abzufangen und das Knie schmerzte nach einer Weile sehr.

Zurück am Auto
Zurück am Auto

Ich fuhr zurück nach Kaş. Wir tankten gleich mal, obwohl der Wagen noch etwa viertelvoll war. Aber was man hat, hat man. An dem Mini-Supermarkt in unserer Straße kauften wir erst mal viel Wasser und gingen dann direkt in die Strand-Bar, um da gemütlich etwas zu trinken und zu Baden.

Zum Abendessen gingen wir diesmal nach Kaş hinein. Wir stellten erstaunt fest, dass das kleine Kaş gar nicht so klein und verschlafen ist, wie wir zunächst dachten. Das Zentrum am Hafen ist lebendig und war auch jetzt, am Saisonende, ganz schön quirlig.

Kaş bei Nacht
Kaş bei Nacht

Nachdem wir eine Weile herum gelaufen waren, entschieden wir uns für eines der größeren Restaurants am großen Platz und bekamen da ein recht gutes Abendessen. Salat, Knoblauchbrot, Kebab, Pommes, Reis und wir bekamen sogar Obst als Nachtisch.

Atatürk-Statue auf dem großen Platz
Atatürk-Statue auf dem großen Platz

Wir beschlossen den Abend wieder bei Bier auf der Pool-Terrasse.

Bilder:
Start in Çukurbağ   Anstieg auf einer steilen Straße   An der Moschee mit Brunnen   Auf dem Weg nach Phellos   Die Macchia ist heiss und kratzig   Der   Ein Hardun (Schleuderschwanzagame)   Der große Sarkophag von Phellos   Abkühlung   Überblick über den hinteren Teil von Phellos   Das Stier-ohne-Kopf-Relief   Ein Efeublättriges Alpenveilchen   EIne umgefallene Säule mit Schriftzeichen in Phellos   Zurück am Auto   Kaş bei Nacht   Atatürk-Statue auf dem großen Platz  

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