Über Lobuche nach Gorak Shep

20.10.2007, Übernachtung in Gorak Shep, 5180 Meter

Wieder lag unser Lager in der Früh komplett im Schatten, so dass es beim Frühstück ungemütlich kühl war. Zum Ausgleich war der Ausblick vom Lager geradezu genial. Als wir aus dem Zelt traten, lagen vor uns im vollen Sonnenlicht Taboche und Cholatse (Jobo Lhaptshan). Hach!

Taboche und Cholatse im Morgenlicht
Taboche und Cholatse im Morgenlicht

Die Nacht war wieder besser gewesen als die vorige, aber ich hatte trotzdem keine Lust, auf den Extra-Berg zu steigen. Edeltraud, Christine und ich gingen also mit Mingma gemütlich 'aussenrum' nach Lobuche, während die anderen sich auf den Weg zum Awi Peak machten.

Der Bergsteiger verlassen die Wanderer
Der Bergsteiger verlassen die Wanderer

Hin und wieder guckten wir von unten nach oben und wenn wir Glück hatten, dann blinkte uns eine rote oder orangene Jacke (so ziemlich die einzigen Farben die auf grössere Entfernung noch auszumachen sind) und wir winkten wie wild. Manchmal winkte es dann von oben zurück :-)

Gipfelstürmer
Gipfelstürmer

Bei Lobuche - ein ausnehmend trauriger Ort, von dem man aber den Pokalde sehen kann - setzten wir uns auf die blaue Plane, die das Küchenteam für uns in einer nahezu windstillen Mulde ausgebreitet hatte und genossen Tee und Mädchen-Gespräche.

Lobuche (im Hintergrund der Pumori)
Lobuche (im Hintergrund der Pumori)

Den Awi Peak hatten wir noch immer im Blick, aber sehen konnten wir niemanden mehr da oben. Dafür sahen wir diverse Seilschaften am Lobuche East.

Mädchenrunde auf der blauen Plane
Mädchenrunde auf der blauen Plane

Schneller als erwartet, nach einer guten Stunde etwa, kam die Restmannschaft und es gab Mittagessen. Es stellte sich heraus, dass unsere wilde Winkerei von unten nicht umsonst gewesen war und dass die Gipfelmannschaft die Grüsse aus dem Tal für gut befunden und stets erwidert hatten.

Kochen mit Sonne in Lobuche
Kochen mit Sonne in Lobuche

Der Marsch von Lobuche nach Gorap Shep unterhalb der Randmoräne des Khumbu-Gletscher war ein wenig eintönig. Als wir dann einen Seitengletscher queren mussten wurde es wieder anstrengend, an das ständige Auf und Ab beim Gletscher-Queren konnte man sich einfach nicht richtig gewöhnen.

Direkt nach dem Seitengletscher standen wir vor Gorak Shep (heisst Tote Krähe, erklärte Lalu und erzählte auch gleich, wie die Alm zu ihrem Namen gekommen war). Auf dem weiten flachen Sandfeld vor den Lodges standen reihenweise bunte Zelte, davor, in gehörigem Abstand, sämtliche Klozelte in einer Reihe. Ein hübscher Anblick.

Gorak Shep
Gorak Shep

Mingma führte uns aber nicht hinab auf die Ebene sondern um die oberste Lodge herum auf ein Plateau oberhalb der Sandebene, wo unsere Zelte bereits aufgebaut waren. Kurz vorher kamen wir an der Müllhalde von Gorak Shep vorbei, auf der zwei Yaks standen und sich an Müll gütlich taten.

Yaks auf der 'Weide'
Yaks auf der 'Weide'

Kein Wunder dass unsere Sherpa vom Verzehr von Yakfleisch abraten. Furchtbar zäh sei das. Und das was als Yak-Steaks in den Lodges verkauft wird, verrieten sie uns, sei üblicherweise 'Buffalo' (also Rind vermutlich). Aber Yak verkaufe sich besser.

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