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Lawinen

Schnee ist so eine Sache. Einerseits ist der weisse Stoff etwas, aus dem Träume gemacht sind (Skifahren in unberührtem Pulverschnee :-)))))), andererseits entstehen aus genau demselben Stoff Alpträume, Lawinen. Die Grenze ist fliessend und kann vorher nur schwer festgestellt werden.

Schnee wirkt wie mehr oder weniger fester Untergrund und birgt in sich eine tödliche Gefahr, die von aussen nicht zu sehen ist. Bis jetzt gibt es keine zuverlässige Methode, wie sich ein Skifahrer verlässliche Informationen über einen ganz bestimmten Hang verschaffen kann.

Die Chance, bei einer Totalverschüttung von einer Lawine mit dem Leben davon zu kommen sind minimal. Schon nach 30 Minuten sind über 50% der Totalverschütteten tot (eine Rettung mit Verschütteten-Suchgerät und Hubschrauber dauert mindestens 45 Minuten). In der Schweiz haben nur 4 von 88 ganz Verschütteten überlebt, das entspricht einer Rate von etwa 6%. Russisches Roulette ist vergleichsweise harmlos, denn die Überlebenschance dabei beträgt rund 85% (5:6).

Hinsichtlich Schnee und Lawinen geistern verschiedene Ansichten durch die Skifahrer-Welt, von denen einige tödliche Irrtümer sind. Als ich diese Liste gelesen habe, bin ich fürchterlich erschrocken, denn einige dieser Irrtümer waren auch in meinem Kopf verankert:

Tödliche Irrtümer

  • Lawinen lösen sich irgendwo weit oben und verschütten uns nur, weil wir uns irrtümlich im falschen Moment an der falschen Stelle befinden.
  • Bei großer Kälte gibt es keine Lawinen.
  • Bei dünner Schneedecke ist es nicht gefährlich.
  • Wald schützt vor Lawinen; Unterhalb der Waldgrenze ist es nicht gefährlich. Ski- und Tierspuren garantieren für Lawinensicherheit.
  • Unebenheiten am Boden verankern die Schneedecke.
  • In diesem kleinen Hang kann nicht viel passieren.
  • Nach zwei bis drei Tagen hat sich der Neuschnee gesetzt und ist tragfähig.
  • Schneebretter sind hart und klingen beim Betreten hohl.
  • 'Wumm' - Geräusche sind günstige Setzungsgeräusche.
  • In diesem Steilhang habe ich noch nie eine Lawine gesehen, also ist er sicher.
  • Lawinen sind nur bei schlechtem Wetter zu erwarten; Heute ist es schön, also sicher.
  • Das Einrammen des Skistocks gibt Aufschluss über die Tragfähigkeit des Schnees.

Lawinengeschichte

  • Hannibal verlor bei seiner Alpenüberquerung 18.00 Soldaten, 2000 Pferde und einige Elefanten durch Lawinen
  • Die ersten touristischen Lawinen-Unfälle gab es schon 1820 am Mont Blanc
  • 1899 starben die ersten Skifahrer in Lawinen
  • 1916 starben an der österreichischen - italienischen Dolomitenfront innerhalb von 48 Stunden rund 10.000 Soldaten

Nahezu alles von dieser Seite stammt aus dem Buch 3 x 3 der Lawinen von Werner Munter, dem bekannten schweizer Lawinenspezialisten.

www.obadoba.de

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